Ausgabe: 10/2020

Von zu Hause arbeiten
Was noch vor ein paar Monaten in Österreich undenkbar war, gehört nun zur Normalität. Denn für viele Angestellte ist das Büro zurzeit tabu. (Großraum-)Büros werden gemieden, gearbeitet wird von zu Hause oder wie es auf neudeutsch heißt „im Homeoffice“.

Einer Studie der Arbeiterkammer zufolge sind 42 Prozent der Beschäftigten in Österreich dauernd oder zumindest teilweise in den letzten Monaten im Homeoffice tätig gewesen. Neben arbeitsrechtlichen Herausforderungen und der Bereitstellung der richtigen Infrastruktur hat die Telearbeit auch viele Vorteile aus wirtschaftlicher Sicht. Denn die flexible Arbeitsform hat nachweislich positive Auswirkungen auf die Produktivität.

Chancen und Herausforderungen
Auch wenn durch den Lockdown gleichzeitig Betreuungspflichten für Kinder im Haushalt entstehen, welche die Schule nicht besuchen können, bringt das Homeoffice Chancen und Herausforderungen. In den nächsten Monaten wird sich weisen, ob Elemente des Homeoffice auch in die Zeit nach Corona eingehen werden. Viele Technologie- und Industriebetriebe weiten derzeit das Modell aus und planen längerfristig den Einsatz von Remote-Arbeit. Einen Lerneffekt gibt es auf jeden Fall, auch in Bezug auf das gesteigerte Interesse am Klimaschutz. Nicht jeder Geschäftstermin muss per Flieger absolviert werden, manchmal reicht auch eine Videokonferenz oder ein Telefonat. Das Gleiche gilt auch für firmeninterne Termine.

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