Ausgabe: 12/2021

Über 300.000 Menschen verletzen sich laut Kuratorium für Verkehrssicherheit bei Haushaltsunfällen. Ein Überblick über die zehn häufigsten Unfallarten in Haus oder Garten:

1. Stolpern und Stürzen
Ein kleiner Augenblick der Unachtsamkeit und schon ist es passiert. Eine Stufe beim Stiegen steigen übersehen. Die Leiter beim Glühbirnenwechseln nicht ordentlich befestigt. Stolpern und Stürzen sind die häufigsten Unfallursachen und sorgen jährlich für Tausende Krankenhausaufenthalte. 

2. Herunterfallende Gegenstände
Ein Blumentopf, der nicht ordentlich am Fenster befestigt ist und bei stärkerem Wind herunterfällt. Eine unzureichend montierte Deckenlampe. Die schwere Grillzange, die nicht ordentlich befestigt ist. Durch Nachlässig- und Fahrlässigkeit passieren jährlich eine Reihe von Unfällen, die sich leicht verhindern hätten lassen.  

3. Schnittverletzungen
Beim Gemüse schneiden oder Obst schälen, beim Basteln oder Heckenstutzen: Beim Hantieren mit scharfen Gerätschaften genügt schon eine falsche Handbewegung und man verletzt sich. Meist sind die Schnitte harmlos. Wichtig ist dennoch die richtige Desinfektion, da Keime zu Entzündungen sogar zur Sepsis (Blutvergiftung) führen können.

4. Vergiftungen und Verätzungen
Der typische Haushalt ist voll mit hochgiftigen Substanzen. Reinigungsmittel können bei Hautkontakt oder wenn sie in die Augen oder auf Schleimhäute geraten, zu schweren Schäden führen. Geschirrspülmittel, die mit Säften verwechselt werden, sorgen immer wieder für Notfalleinsätze. Im Zweifelsfall sollte bei unsachgemäßem Kontakt unbedingt die Vergiftungszentrale unter der Nummer +43/(0)1/406 43 43 angerufen werden.

5. Verletzungen durch Glasbruch
Ein zartes Weinglas, das beim Spülen splittert. Die Glastür am Weg zur Terrasse, die übersehen wird. Übersehene Glasscherben einer am Boden zerschellten Mineralwasserflasche. Schon eine kleine Scherbe kann zu einem unangenehmen Haushaltsunfall führen. Schnelle Verarztung ist hier wichtig, und auch, dass keine Glassplitter zurückbleiben.

6. Anstoßen (österreichisch „Anhauen“)
Der Küchenschrank, der offengelassen wird. Eine schwungvolle Bewegung und harte Konfrontation mit der Türschnalle. Der niedrige Türpfosten. Tagtäglich gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, sich in den eigenen vier Wänden oder im Garten anzustoßen.

7. Verschlucken
Hastiges Essen, ein Bissen, der statt in der Speiseröhre in der Luftröhre landet. Meist hilft ein Schluck Wasser, wenn man sich verschluckt hat. Sollte das nicht helfen, kann mit Bauchstößen und Rückenstößen geholfen werden. Sollte das auch nicht funktionieren und die Person noch immer Atemnot haben, dann muss schleunigst die Rettung gerufen werden.

8. Unfälle im Bad
Der rutschige Badezimmerboden ist Verursacher vieler Verletzungen im Alltag. Beim Ausstieg aus Badewanne oder Dusche reicht oft schon ein Tritt in eine kleine Wasserlacke, die übersehen wird. Leider kommt es auch immer wieder zu Unfällen mit Kleinkindern, die unbeaufsichtigt in die Badewanne klettern. Daher ist rund um Wasser (ebenfalls im Garten) besonders auf kleine Kinder zu achten.

9. Stromunfälle
Überall, wo Strom im Spiel ist, kann es bei unrechtmäßiger Benutzung zu schwerwiegenden Unfällen kommen. Gerade wenn etwa Starkstromanschlüsse für Backöfen oder Waschmaschinen von Laien angeschlossen werden, ist die Gefahr groß. Auch das Verlegen von Leitungen sollten nur Profis übernehmen.

10. Verbrennungen
Kochendes Wasser, das zu schnell in die Teekanne geleert wird, eine Pfanne mit heißem Öl, die auf dem Herd vergessen wurde, der berühmte Griff auf die heiße Herdplatte. Verbrühungen und Verbrennungen können vor allem in der Küche und beim Grillen passieren.

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