Ausgabe: 10/2020

Alles anders
Der Wecker läutet zwischen 06:30 und 07:00 Uhr.  Ein rasches Frühstück und dann mit Auto, Bus oder Bim in die Schule, um pünktlich zum Läuten um 08:00 Uhr im Klassenzimmer zu sitzen. So oder so ähnlich sah der typische Wochentag für schulpflichtige Kinder in ganz Österreich aus, egal ob 7 oder 17. Dann kam die Corona-Krise und damit verbunden ein Lockdown der Schulen. Statt an der Tafel oder dem Whiteboard wurde der Lernstoff über kopierte Arbeitsblätter, YouTube-Videos und Zoom-Calls vermittelt.

Während in jüngeren Jahrgängen dieser neue Schulalltag noch vergleichsweise glimpflich abgehandelt werden konnte, war es bei Schülern, die vor einem Schulwechsel oder gar der Matura standen, eine in der jüngeren Geschichte noch nie da gewesene Situation.

Auch das Freizeitverhalten hat sich verändert
Aber nicht nur der Bildungsfaktor stellte sich von einem Tag auf den anderen komplett neu dar: Auch der soziale Aspekt der Schule, Freundschaften, Konflikte und Interaktionen abseits des Elternhauses waren plötzlich auf Eis gelegt. Auch nach den ersten Wochen und den damit verbundenen Lockerungen und Wiedereröffnungen der Schulen war man vom Alltag noch weit entfernt. Die Schüler wurden in Gruppen geteilt, je nach Schule in einem anderen Modus. Rund zwei bis drei Schultage pro Woche vor Ort gab es bis zum Beginn der großen Ferien, der Rest wurde von zu Hause absolviert. Auch jetzt, nach Beginn des neuen Schuljahrs, kann man von einer Rückkehr zur Normalität (noch) nicht sprechen.

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