Ausgabe: 12/2020

Der unsichtbare Feind
Das Coronavirus, der unsichtbare Feind, hat eine enorme Gesundheits- und Wirtschaftskrise ausgelöst. Zwischenmenschliche Kontakte, ein wesentlicher Bestandteil unseres sozialen Menschseins klingen plötzlich gefährlich, das Reisen ist vorübergehend eingestellt worden. Die Tourismuswirtschaft ist schwer angeschlagen. 92 Prozent der Gäste des Hotel Sacher in guten Jahren sind international Reisende, 92 Prozent der Sacher-Gäste sind also nicht mehr da, knapp 90 Prozent der Umsätze weg.

Alte Rezepte funktionieren nicht mehr
Höchste Zeit also, den Autopiloten abzudrehen, alte Rezepte funktionieren nicht mehr! Wir fliegen wieder auf Sicht mit neuen Instrumenten zu neuen Zielen. Nicht die Dauerschleife aus Wut, Angst, Ärger, Zorn und Schuldzuweisungen, auch nicht naiver Optimismus à la „das wird schon wieder“, sondern proaktives Handeln, neue Ideen und ein starkes Team sind das Rezept für eine Zukunft. Frei nach Stefan Zweig: „Jede Krise ist ein Geschenk des Schicksals an den schaffenden Menschen.“

Spannende neue Konzepte im Sacher
So warten wir nicht tatenlos auf den Impfstoff, wir glauben auch nicht, dass wir das Virus besiegen können, wir suchen die kleinsten Chancen, versuchen Gutes zu erhalten und Neues zu ergänzen. Im Sacher werden leer stehende Suiten zu Separees für Frühstück, Mittag- oder Abendessen, Restaurants zu Filmkulissen, Terrassen in der kalten Jahreszeit zum „Winter-Beach“, das „Sacher Eck“ zur „Sacher Welt“, die unsere Geschichte von 1832 bis morgen erlebbar macht, unsere Mitarbeiter zu Essensboten, die Sacher nach Hause bringen. Und unsere Gäste werden zu Unterstützern – so kann Zukunft erfolgreich sein, mit und ohne Virus!

Matthias Winkler
Geschäftsführer des weltberühmten Hotel Sacher in der Wiener Innenstadt.
www.sacher.com

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