Ausgabe: 05/2022

Der Hund ist bekanntermaßen der beste Freund des Menschen. Doch für Berufstätige stellt sich schnell die Frage: Wohin mit dem Hund während der Arbeitszeit? Darf ich meinen Hund jetzt ins Büro mitnehmen?

Hunde verbessern das Arbeitsklima
In vielen Unternehmen sind Hunde gern gesehene Kollegen. Denn ein Bürohund wirkt sich positiv auf das Arbeitsklima aus. Ist ein Tier im Büro, herrscht weniger Stress im Arbeitsalltag. Durch die Anwesenheit eines Hundes sind viele (menschliche) Kolleginnen und Kollegen nachweislich entspannter, Sticheleien und Wutausbrüche nehmen ab. Auch verhalten sich Menschen, wenn Hunden in der Firma anwesend sind, weitaus bedächtiger und freundlicher.

Hunde verringern Stress
Studien ergaben, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Hunden im Büro produktiver sind. Denn durch das gelegentliche Streicheln des Tiers werden kleinere (Denk-)Pausen eingelegt. Mit freiem Kopf arbeitet es sich leichter. Auch setzt das Streicheln das Glückshormon Oxytocin frei und der Cortisolspiegel (Cortisol = Stresshormon) sinkt. Damit werden berufs- und stressbedingte Krankheiten wie Burn-out, Kopfschmerzen oder Verdauungsprobleme reduziert. Zusätzlich fördern die notwendigen Gassirunden an der frischen Luft die Gesundheit und Kreativität der Mitarbeiter.

Zustimmung des Unternehmens
Wer seinen Hund in das Büro mitnehmen möchte, sollte allerdings vorab unbedingt die Zustimmung des Arbeitgebers einholen. Denn ein Rechtsanspruch auf die Mitnahme eines Hundes existiert nicht. Davon ausgenommen sind Therapie- und Blindenhunde. Dazu benötigt es keine Zustimmung, hier greift der Diskriminierungsschutz nach dem Behinderteneinstellungsgesetz. Neben des Einverständnisses des Chefs sollte die Mitnahme auch mit den Kollegen abgestimmt werden. Wenn es ausgeprägte Tierhaarallergien oder Hundeängste gibt, sollte auf die Mitnahme des vierbeinigen Kollegen verzichtet werden.

Hundeplatz im Büro
Um einen reibungslosen tierischen Büroalltag zu gewährleisten, muss der Hund auch ein geeignetes Wesen für das Büro haben. Gelassenheit steht hier im Vordergrund. Junghunde und Welpen, die noch in jeder Minute die Aufmerksamkeit ihrer Bezugsperson benötigen, sollten langsam an das Office gewöhnt werden. Vor allem sollte der Hund gut sozialisiert sein: Menschen muss er freundlich begegnen, er darf weder aggressiv noch nervös oder ängstlich sein. Auch die vierbeinigen Kollegen benötigen im Büro einen fixen „Arbeitsplatz“ – der Hundeplatz samt Bettchen und Napf sorgt für Entspannung.

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