Ausgabe: 10/2021

Wenn die Erfahrung der letzten beiden Jahre uns eines gelehrt hat, dann, dass auch private Lieferungen mittlerweile zu unserem Alltag gehören. Während man 2019 vielleicht hin und wieder etwas über das Internet bestellt hat, sind seit Corona Onlinebestellungen zu einem festen Bestandteil im Leben vieler Menschen geworden.

Eis, Würmer und Bruteier
Inzwischen werden ja nicht mehr nur Kleidung und Bücher geordert, sondern auch Eiscreme, Bruteier oder Würmer für den Kompost kann man sich nach Hause liefern lassen. Sie finden es befremdlich, dass sich so mancher Hobbygärtner lebende Würmer per Post zuschicken lässt?

Es geht noch viel kurioser!
Es ist dokumentiert, dass in den USA zu Beginn der Paketzustellung nicht selten Kinder verschickt wurden. Denn die Portokosten waren wesentlich günstiger als ein Ticket mit der Eisenbahn oder der Postkutsche. Meist wurde die Post ja ohnehin mit diesen Verkehrsmitteln befördert, was bedeutet, dass dabei auch keine Gefahr für die „Lebenden Pakete“ bestand. Die Fahrt war mit Sicherheit alles andere als angenehm und bequem.

Zwischen 1913 und 1915 wurden mehrere Fälle solcher Posttransporte in den Bundesstaaten Idaho, Kentucky und Ohio bekannt, die Dunkelziffer dürfte allerdings um einiges höher gewesen sein. Als die Behörden auf diesen Trend aufmerksam wurden, war zum Glück rasch Schluss mit solchen Überfahrten und der Versand von Menschen wurde offiziell strengstens verboten.

Sich selbst verschicken?
Übrigens: Vor ein paar Jahren versuchten ein paar Internet-Promis sich „selbst zu verschicken“. Dabei scheiterten sie jedoch jedes Mal bereits an der Paketabgabestelle, da die Postmitarbeiter nicht bereit waren, ein solches Risiko einzugehen und echte Menschen zu verschicken.

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