Ausgabe: 12/2021

Von 4. bis 20. Februar 2022 sind in der chinesischen Hauptstadt Peking die 24. Olympischen Winterspiel geplant. Es sind in mehrerlei Hinsicht besondere Spiele. Denn erstmals wird dabei mit Peking eine Stadt zum Austragungsort von Olympischen Sommerspielen (2008) und Winterspielen. Außerdem ist es das erste Mal in der Geschichte der Spiele, dass die Austragung zwei Mal hintereinander in Asien stattfindet. 2018 war die südkoreanische Stadt Pyeongchang Schauplatz der sportlichen Wettkämpfe.

Sportliches Spitzenprogramm
Geplant sind bei den kommenden Spielen 109 Wettkämpfe in 7 Sportarten und 15 Disziplinen. Dabei gibt es 52 Wettbewerbe für Männer, 46 für Frauen sowie 11 Mixed-Bewerbe. Die Disziplinen im Überblick:

  • Biathlon
  • Bobsport (Bob und Skeleton)
  • Curling
  • Eishockey
  • Eislauf (Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Shorttrack)
  • Rennrodeln
  • Skisport (Alpin, Freestyle, Kombination, Langlaufen, Skispringen, Snowboard)

Die Eishockey- und Eislauf-Bewerbe finden in mehreren Stadien direkt in Peking statt. Die alpinen Skiwettbewerbe in Yanqing im Norden der Stadt und die nordischen Wettbewerbe in Zhangjiakou im Nordwesten Pekings. 

Athleten aus aller Welt
Zum derzeitigen Stand werden Sportler aus 80 Ländern die Reise nach Peking antreten. Am stärksten vertreten werden dabei Staaten aus Europa sein (49 Länder), vor Asien (13 Länder) und Amerika (12 Länder).

Der Ursprung der Spiele
Im Jahr 1924 und damit vor knapp 100 Jahren wurden das erste Mal Olympische Winterspiele veranstaltet. Im französischen Chamonix. Was eigentlich nur als Nebenveranstaltung zu den Sommerspielen geplant war, entwickelte sich nicht zuletzt aufgrund der stark steigenden Beliebtheit des Wintersports zu einem komplett eigenständigen Wettbewerb. Bis 1992 fanden diese parallel zu den Sommerspielen alle vier Jahre im gleichen Jahr wie die Sommerspiele statt. Nach den ersten Spielen in Chamonix fanden 1928 die Winterspiele in der Schweiz in St. Moritz statt. 1932 ging es erstmals über den Atlantik nach Lake Placid im US-Bundesstaat New York. Die letzten Spiele vor dem Weltkrieg waren dann 1936 im bayerischen Garmisch-Partenkirchen.

Unterbrechung im Krieg und Internationalisierung
Während der Kriegsjahre fanden keine Spiele statt, erst 1948 wurde wieder in St. Moritz sportlich gekämpft. 1952 wurden dann in Oslo (Norwegen) die 6. Olympischen Spiele veranstaltet. Mit Cortina d’Ampezzo war 1956 erstmals Italien Austragungsort, bevor es 1960 mit den Spielen in Squaw Valley (Kalifornien) wieder nach Amerika ging. 1964 war Innsbruck Schauplatz der Winterspiele, dort sollte auch der Wettbewerb 1976 stattfinden. Im Jahr 1968 war man dann in Grenoble (Frankreich) zu Gast. Die Spiele 1972 fanden erstmals in Asien im japanischen Sapporo statt. Mit Lake Placid wurde 1980 das erste Mal eine amerikanische Stadt doppelter Austragungsort. 1984 fand der Bewerb in Sarajevo (damals noch Jugoslawien) und 1988 im kanadischen Calgary statt.

Eigenständiger Zyklus
Die Wettbewerbe in Albertville (1992) und Lillehammer (1994) läuteten einen eigenen Vierjahreszyklus für die Spiele ein. 1998 war einmal mehr Japan mit Nagano Gastgeber, 2002 die USA mit Salt Lake City. Die weiteren Bewerbe der jüngeren Vergangenheit fanden in Turin (2006), Vancouver (2010), Sotschi (2014) und schließlich Pyeongchang statt.

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