Ausgabe: 10/2021

Helmut K. ist Landwirt aus Leidenschaft und hat vor einigen Jahren den Betrieb seiner Eltern übernommen. Die Gesamtfläche seiner Landwirtschaft ist nicht besonders groß, die einzelnen Felder sind aber rund um den kleinen Ort verteilt.

An einem nebeligen Frühjahrstag ist Herr K. mit seinem Traktor auf dem Weg zu einem seiner Maisfelder, als ein folgenschwerer Unfall geschieht. Helmut K. hat sich an einer relativ unübersichtlichen Strecke zum Linksabbiegen bereit gemacht, als er plötzlich von einem von hinten kommenden Fahrzeug gerammt wird. K. steht unter Schock, kann aber unverletzt aussteigen und ruft sofort Polizei und Rettung, als er bemerkt, dass die Beifahrerin des Unfallgegners offensichtlich schwer verletzt ist.

Strafrechtliches Ermittlungsverfahren
Obwohl Helmut K. davon überzeugt ist, keinerlei Schuld an dem Unfall zu tragen, findet er einige Wochen später eine Ladung in der Post vor. Gegen ihn wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Sofort kontaktiert er seinen D.A.S. Betreuer, der ihm rät, eine Unfallschilderung und seine Unterlagen per Mail an rechtsservice@das.at zu schicken. Das tut Herr K. und schon kurz darauf beauftragen die Juristen des D.A.S. RechtsService einen auf Strafsachen spezialisierten D.A.S. Partneranwalt mit seiner Vertretung.

Nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens wird ein gerichtliches Strafverfahren gegen Helmut K. eingeleitet. Aus dem Sachverständigengutachten ergibt sich, dass der Unfallgegner zwar viel zu schnell die hinter dem Traktor gereihten Fahrzeuge überholt hat, Herrn K. aber ebenfalls ein Verschulden trifft, weil er den Vorgang zum Linksabbiegen zu spät angezeigt hat.

Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung
Aus diesem Grund bietet die Richterin Herrn K. eine Diversion an. Das bedeutet, dass er durch die Zahlung eines Geldbetrages sowie der Gerichts- und Sachverständigenkosten eine Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung verhindern kann. Mit dieser Lösung erspart sich K. einen Eintrag ins Strafregister. Der D.A.S. Partneranwalt empfiehlt Helmut K., das Diversionsangebot anzunehmen, zumal die D.A.S. für ihn nicht nur die Kosten des Anwalts sondern auch die Gerichts- und Sachverständigengebühren von insgesamt 3.900 Euro übernimmt. Lediglich den Diversionsbetrag von 1.500 Euro muss K. selbst tragen.

Helmut K. ist froh, dass die Angelegenheit damit erledigt ist und nimmt das Diversionsangebot an. In Zukunft wird er an der Kreuzung beim Abbiegen sicher besser aufpassen.

Wir sind für Sie da!
Auch Sie wurden in einen Unfall verwickelt und benötigen Hilfe? Sie erreichen uns unter der kostenfreien Telefonnummer: 0800 386 300 oder im Web unter: www.das.at

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