Ausgabe: 10/2020

Branchen, die den Umsatz steigern konnten
Die Corona-Krise ist nicht nur die größte globale Gesundheitskrise der jüngeren Vergangenheit, die Pandemie hat auch handfeste Folgen für die Realwirtschaft. Um rund 7 Prozent werde die Wirtschaft in Österreich 2020 einbrechen, prognostizieren Experten. Die zur Eindämmung des Virus ergriffenen Maßnahmen haben weitreichende Folgen für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen, von der Freizeitwirtschaft bis zur Kulturbranche. Dennoch gibt es wie in jeder Krise auch Branchen, die ihren Umsatz steigern und von den neuen Rahmenbedingungen profitieren.

  1. Onlinehandel
    War das Bestellen im Internet schon vor „Corona“ ein beliebtes Instrument, so hat sich der Absatz in den letzten Monaten weiter nach oben entwickelt. Gerade in der Zeit, als die Geschäfte geschlossen waren, wichen viele Menschen ins Netz aus, um Kleidung, Elektronik und Co zu bestellen. Viele stationäre Einzelhändler richteten Onlineshops ein und auch bestehende Plattformen wurden stärker genutzt. Angesichts der unsicheren Lage in den kommenden Monaten (Stichwort „Zweite Welle“) bleibt die Möglichkeit online zu shoppen beliebt.

  2. Streaminganbieter
    Wer das Haus nicht verlassen kann und viel Zeit für Unterhaltung in den eigenen vier Wänden hat, dem steht heute eine breite Auswahl an Streaminganbietern für alle Interessen zur Verfügung. Egal ob Sport, Action oder Kinderprogramm. Netflix und Co lösen immer mehr den klassischen Medienkonsum ab. Auch die vorübergehende Schließung der Kinos hat dazu geführt, dass viele Hollywood-Studios ihre Filme zuerst über das Internet veröffentlichen. Musste man vor ein paar Jahren noch monatelang warten, bis der neueste Film auf DVD erschien, und Jahre, bis er im Free-TV zu sehen war, so hat er heute seine Premiere oft auf einer der vielen Streamingplattformen.

  3. Lebensmittelhandel
    Wenn das Einkaufen mit Auflagen verbunden ist (Maskenpflicht) und die Restaurants und Lokale geschlossen sind, dann versorgt man sich zu Hause. Statt essen zu gehen, wird gekocht. Das Feierabendbier im Stammbeisl beim Büro wird nach dem Homeoffice in der Wohnung genossen. Die Lebensmittelgeschäfte hatten auch während des Lockdowns immer geöffnet und die Menschen kauften mehr ein als sonst.

  4. Zustelldienste
    Obwohl die meisten Restaurants wieder geöffnet haben, hatten sie doch von Mitte März bis Mitte Mai geschlossen. Alternativ boten viele ihre Speisen und Menüs zur Abholung oder Zustellung an. Mit einfachen Apps wird den Kunden die Möglichkeit gegeben, die kulinarische Vielfalt von Asiatisch bis Österreichisch per Knopfdruck zu genießen. Man kann auch ohne die eigenen vier Wände zu verlassen fein essen. Viele Zustelldienste bieten auch kontaktlose Lieferung an. Bezahlt wird gleich bei der Bestellung online, das Essen wird vor die Wohnungstür gestellt.

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